Ich bin Roy Andersen, der Abenteurer und Naturfotograf mit besonderer Vorliebe für die bunte architektonische Vielfalt der kleinsten Lebewesen in der tropischen Natur, die ich meistens mit dem Makroobjektiv einfange. Es ist eine Herausforderung meine Objekte im Bild festzuhalten, weil sie oft gut camoufliert und schwer zu entdecken sind.

Meine Abenteuerlust hat mich in ca. 40 verschiedene Länder geführt, wo ich sowohl mit der Natur und Kultur als auch verschiedenen ethnischen Gruppen in Berührung gekommen bin. Ich war unter anderem auf dem Himalaya wandern, wurde im Chitwan-Nationalpark in Nepal von Nashörnern verfolgt, tauchte unter Eisbergen in Grönland und im Amazonasgebiet zeltete ich, war mit einem Balsafloß unterwegs und konnte Jaguare, Tapire und Capybaras aus nächster Nähe sehen. Im Moment bin ich dabei, mir den Cardamom Mountains-Nationalpark in Kambodscha näher anzusehen.

Ich bin 1958 geboren. Aufgewachsen bin ich in Hög, bei Kävlinge in Schonen. Nachdem ich einige Jahre als Gartenbautechniker gearbeitet habe, wurde ich später Pressefotograf. Mein Interesse für Fotografie habe ich schon in meiner Kindheit entwickelt. Während meiner ersten großen Auslandsreise nach Sri Lanka Anfang der 80-er Jahre nahm ich auch an einer Fotosafari im Yala-Nationalpark teil, wo ich zum ersten Mal das Leben der Tiere in der Wildnis richtig kennenlernte.

2004 – 2014 lebte ich in Argentinien. Dort war ich aktives Mitglied im Fotoclub von Cordoba und habe an Ausstellungen und Slideshows teilgenommen. Während dieser Jahre bin ich mehrmals ins Amazonasgebiet in Bolivien und Ecuador gereist.

In Bolivien besuchte ich mehrere Nationalparks, u.a. den Madidi- und den Amboro-Nationalpark. Bei meinen Aufenthalten in den Nationalparks half mir mein persönlicher lokaler Führer und Freund, Carlos Yarari, besondere Plätze mit vielen Schlangen, Fröschen, Spinnen und farbenfrohen Insekten zu finden. In Carlos Heimatdorf konnte ich auch das jährliche Fest Fiesta patronal, eine katholische Feierlichkeit, miterleben, die in die Traditionen der eingeborenen Bevölkerung einverleibt worden ist.

In Ecuador lebte ich mit dem Shiwar-Stamm und nahm am Alltagsleben seiner Mitglieder teil. U.a. konnte ich bei ihrer Jagd auf Wildschweine, Affen und Vögel dabei sein, bei der Giftpfeile verwendet werden.

Mit meiner photographischen Arbeit habe ich die Absicht, nicht nur das Schöne und Besondere an den kleinsten Bewohnern des Dschungels sichtbar zu machen, sondern auch dazu beizutragen sich ihrer Bedeutung im natürlichen Kreislauf bewusst zu werden, der u.a. durch den Raubbau des Regenwaldes und andere Eingriffe in sein ökologisches Gleichgewicht gestört wird. In Costa Rica z. B. besuchte ich das Naturreservat Barnens Regnskog, das 1987 von der Lehrerin Eha Kern in Fagervik in Schweden gegründet worden war und das mit der Zeit zu einer großen internationalen Organisation heranwuchs, deren Ziel es ist Land zu kaufen um den Regenwald und seinen Artenreichtum zu bewahren. Im Rahmen meines aktuellen Fotoprojektes in Kambodscha arbeite ich mit der Umweltorganisation Mother Nature zusammen, die sich für die Vielfalt der Natur im Regenwald der Cardamom Mountains einsetzt.